Bildformate im Vergleich und wann sie verwendet werden

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Bildformate im Vergleich

Bildformate

Hier erkläre ich die gängigsten Bildformate kurz und zeige dir die Vorteile und Nachteile und deren Verwendung.

JPG/JPEG

  • Vorteil: komprimierung mit geringer Dateigrößen
  • Nachteil: verlustbehaftete Komprimierung
  • Verwendung: Webseiten, Fotografien

JPEG steht für Joint Photographic Expert Group und ist vermutlich einer der bekanntesten Bildformate bei den meisten Menschen bekannt.

Dieses Dateiformat unterstützt 16,7 Millionen Farben und wird von den meisten Kameras als Standardformat verwendet.

Der Vorteil ist die Kompression die Bilder mit geringer Dateigröße erzeugt, aber immer mit Qualitätsverlust einher geht.

Die sogenannten JPG-Artefakte sind Kachelartige Schlieren im Bild die vor allem bei Bildern im Internet auftauchen wenn diese sehr stark komprimiert werden.

JPGs werden wegen der geringen Dateigröße hauptsächlich im Web verwendet.

Bei Bildern mit Text oder anderen scharten Kanten ist zum Beispiel PNG besser geeignet.

Aber für normale Fotografien ist JPG eine gute Wahl wenn man mit der Komprimierung klar kommt.

PNG

  • Vorteil: verlustfreie Komprimierung
  • Nachteil: keine Unterstützung für CMYK
  • Verwendung: Webseiten, App- und Spieleentwicklung

Das PNG (Portable Network Graphics) Format ist zwar ein Pixelgrafikformat, aber mit einer verlustfreien Kompression.

Wenn du ein Bild mit Text hast ist PNG im Vergleich zu einem JPG besser geeignet, da der Text schärfer dargestellt wird.

Das PNG Format unterstützt unterschiedliche Farbtiefen von bis zu 24 Bit pro Pixelt, in der Regel wird 8 Bit verwendet.

Transparenz wird auch per Alphakanal unterstützt, Möglich sind 256 Transparenzabstufungen.

Ein Nachteil ist, PNG unterstützt kein CMYK, deshalb solltest du für Bilder die gedruckt werden sollen TIFF verwenden.

PNG-8

Wie der Name schon andeutet verwendet das PNG-8-Format nur 8-Bit-Farbe und ermöglicht dadurch eine noch kleinere Dateigröße.

Es unterstützt Hintergrundtransparenz und Hintergrundfarbe.

Es kann dadurch 10% bis 30% kleiner als ein GIF sein.

PNG-24

Das PNG-24-Format unterstützt 24-Bit-Farbe und unterstützt zusätzlich noch abgestufte Transparenz (256 Transparenzabstufungen).

GIF

  • Vorteil: geringe Dateigröße
  • Nachteil: weniger Transparenzstufen als PNG
  • Verwendung: Webseiten, Apps

Das GIF „Graphics Interchange Format“, englisch für Grafikaustausch-Format ist für Bilder mit Farbpalette mit maximal 256 Farben inklusive einer Transparenz als Farbe.

Neben JPG gehört GIF vermutlich zu den bekanntesten Bildformate.

Bilder können mit 24 Bit Farbtiefe verlustfrei komprimiert werden.

In der Regel wird das GIF-Bildformat aber weniger für einzelnen Bilder verwendet, viel mehr ist es für animierte Bilder bekannt.

SVG

  • Vorteile: vektorbasiert, dadurch sehr geringe Dateigröße und unendlich skalierbar ohne Qualitätsverlust
  • Nachteile: nicht für Fotografien einsetzbar und die Dateigrößen können groß werden bei sehr komplexen Formen
  • Verwendung: Webseiten

Das SVG (Scalable Vector Graphics) Format ist ein XML-basiertes Vektorformat.

Bei einem Vektorformat wird der Bildinhalt nicht als Pixel gespeichert sondern als eine Reihe an Zeichenbefehlen.

Diese Zeichenbefehle geben zum Beispiel eine Linie, eine Form, Farbe oder Filter an, dadurch ist dieses Format sehr flexibel und kann nie unscharfe Formen haben ganz gleich wie sehr das SVG-Bild vergrößert wird.

Der Vorteil: bei einfachen Formen ist die Dateigröße sehr gering und durch die Vektoren unendlich vergrößerbar ohne Qualitätsverlust.

Der Nachteil kann bei komplexen Formen größere Dateigrößen haben.

Dennoch wird dieses Bildformat sehr gerne im Web verwendet, da SVGs vor allem bei responsiven Webseiten sehr flexibel sind.

WebP

  • Vorteile: sehr effiziente Komprimierung und dadurch eine sehr geringe Dateigröße
  • Nachteil: nur mit extra Plugin für Photoshop exportierbar
  • Verwendung: Webseiten

WebP ist ist von Google entwickelt und soll JPG im Internet ersetzen, da WebP bei vergleichbarer Qualität deutlich kleinere Dateien ermöglicht.

Das Bildformat kann verlustfreie oder verlustbehaftete Einzelbilder oder animierte Bilder erstellen.

Wer Webseiten betreibt sollte sich dieses Bildformat anschauen um die Ladezeiten der Webseite zu verbessern.

Photoshop kann WebP Bilder nicht einfach so exportieren, dazu gibt es ein Photoshop Plugin von Google namens WebPShop.

RAW

  • Vorteile: maximale Bildinformationen in Form von Rohdaten, ideal für die Bildbearbeitung
  • Nachteil: sehr große Dateigrößen
  • Verwendung: Fotografie, Archivierung, Bildbearbeitung

Eine Raw-Datei ist technisch gesehen nicht wirklich ein Bildformat, sondern nur eine Datei mit Rohdaten. Auch als „digitales Negativ“ bezeichnet.

Eine Raw-Datei muss erst mit einem Raw-Konverter wie Lightroom oder Camera Raw in Photoshop entwickelt werden, dann kannst du das Bild in ein beliebiges Bildformat exportieren.

Der Vorteil einer Raw-Datei ist die Bildqualität, da nichts komprimiert wird. So lässt sich zum Beispiel der Weißabgleich im Nachhinein ohne Qualitätsverlust ändern.

Auch können Metadaten direkt in die Datei geschrieben werden, somit braucht man keine zusätzliche XML-Datei für Metadaten.

Der Nachteil ist der sehr große Speicherbedarf einer Raw-Datei.

Verwendung findet dieses Format bei Fotografen um das Maximum an Bildqualität zu speichern.

Es gibt verschiedene Raw-Formate wie .dng, .cr2, .raw, .nef, je nach Kamerahersteller ein dementsprechendes Format verwendet.

PSD/PSB

  • Vorteil: Photoshop Dokumente sind quasi weltweiter Standard bei Fotografen und Agenturen
  • Nachteil: hauptsächlich Adobe Produkte können damit gut umgehen
  • Verwendung: Bildbearbeitung

PSD steht für Photoshop Document und ist wie der Name schon sagt das Standartformat für Photoshop-Dateien bis 2 GB und 30.000 x 30.000 Pixel.

PSB steht für Photoshop Big und kommt dann zum Einsatz wenn die Photoshop-Datei größer als 2 GB ist und erweitert die Pixelanzahl auf bis zu 300.000 x 300.000 Pixel.

PDF

  • Vorteile: weltweiter Standard um Dokumente auszutauschen
  • Nachteil: die Bearbeitung von PDFs ist nicht trivial
  • Verwendung: Druck und im privaten und geschäftlichen Umfeld für den Dokumentenaustausch

Das Portable Document Format wurde ursprünglich 1992 von Adobe entwickelt und wird aktuell von der PDF Association weiterentwickelt welche offene und standardisierte Dateiformate fördert.

Einige würden PDFs nicht unbedingt zu Bildformate zählen, da die Hauptverwendung im Alltag Textdokumente ist.

Bei Druckereien ist das PDF-Format zum Standard geworden.

Eine PDF-Datei kann Text, Bilder, Grafiken oder Hilfen wie Links zur Seitennavigation enthalten.

Im Internet werden PDF-Dateien gerne als Dokumentenformat verwendet da PDF Plattformunabhängig ist und von jedem Gerät gelesen werden kann.

TIF/TIFF

  • Vorteile: verlustlose Komprimierung, sehr hohe Farbtiefe und Unterstützung von CMYK
  • Nachteil: höhere Dateigrößen
  • Verwendung: Druck, Bildbearbeitung

Das TIFF oder TIF steht für Tagged Image File Format wird oft als Alternative zum Raw-Format verwendet, da es eine sehr hohe Farbtiefe von bis zu 32 Bit pro Farbkomponente unterstützt.

Der Vorteil ist die Qualität, denn es wird verlustlos komprimiert.

Der Nachteil der Verlustlosen Komprimierung führt aber auch zu einem höheren Speicherbedarf. Auch die Unterstützung von Programmen ist wegen seinem komplexen Aufbaus nicht immer gegeben.

Wegen seiner Vielfältigkeit und der Unterstützung von CMYK wird das TIFF-Format gerne in Verlagen und Druckereien verwendet.

EPS

  • Vorteile: kann sehr vieles einbetten
  • Nachteil: von anderen Formaten abgelöst und dadurch veraltet
  • Verwendung: Druck, Layout

Encapsulated PostScript ist eine Grafikdatei dass Objektdaten, Rastergrafiken, Separationsdaten verlustfrei enthalten und auch Schriftarten einbetten kann.

Wer Vektor-EPS-Dateien verwenden will sollte besser das Adobe Illustrator (.ai) Format verwenden.

Mittlerweile wurden das EPS-Format im Druckumfeld vom PDF-Format abgelöst und ist einer der Bildformate die nicht mehr verwendet wird.

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