Einsteiger Tipps für Grafiktabletts

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Du erfährst hier ein paar kleine Einsteiger Tipps und Tricks für den Umgang mit einem Grafiktablett und bekommst einen kleinen Überblick der Modelle damit du dich besser entscheiden kannst beim Kauf deines ersten Grafiktabletts.

Welches Grafiktablett soll ich kaufen?

Wie bei fast allem trifft es auch hier zu, kaufe dir keinen billigen Schrott, auch wenn es beim Discounter ein noch so gutes Angebot gibt.

Diesen Rat wirst du vermutlich von allen hören die schon Erfahrung mit Grafiktabletts haben.

Deshalb gehe ich heute nur auf Grafiktabletts von der Marke Wacom ein, da diese Geräte weltweit von fast allen Professionellen Fotografen, Designern oder Digital Artists verwendet werden.

Von Wacom gibt es Grafiktabletts die mehrere tausend Euro kosten, aber auch kleine Einsteiger Geräte ab 80 Euro.

Ich habe bisher nur mit Wacom gearbeitet, mein erstes kaufte ich mir 2008, das war ein Wacom Bamboo und es funktioniert nach 10 Jahren immer noch.

Grafiktablett Wacom Bamboo

Dieses kleine Gerät verwende ich immer noch, der Vorteil ist die geringe Größe, weshalb ich es gerne auf Reisen mitnehme.

 

Die richtige Größe

Gerade für Einsteiger ist ein kleines Grafiktablett absolut ausreichend, am besten du gehst in ein Geschäft und schaust dir ein paar Grafiktabletts an und kannst dann vor Ort sehen welche Größe dir am besten zusagt.

Wacom unterscheidet zwischen den Intuos und den Intuos Pro Modellen, es gibt noch mehr Modellreihen, diese sind aber für Einsteiger nicht relevant.

Die Wacom Intuos gibt es in verschiedenen Versionen, diese unterscheiden sich aber nur in der Farbe und der mitgelieferten Software. Es gibt Small und Medium Modelle.

Die Wacom Intuos Pro Modelle sind für fortgeschrittene und bieten auch einiges mehr an Funktionen und Leistung, diese Modelle sind in Größen wie Small, Medium und Large aufgeteilt.

Bei Interesse, hier noch zwei Beiträge über Grafiktabletts für Lightroom und das richtige Grafiktablett für Photoshop.

 

Kleine Grafiktabletts

Die Einsteigermodelle nennen sich Draw, Art, Photo, Comic und 3D, diese unterscheiden sich durch die mitgelieferte Software, der Farbe und Multi-Touch-Funktionalität.

Multi-Touch verwandelt das Tablett in ein großes „Mousepad“ was sehr praktisch sein kann.

Zum Beispiel das Intuos Photo, welches vermutlich am relevantesten für meine Leser hier ist gibt es ab ca. 80 Euro.

Übersicht:

  • Modell: Intuos Photo Small
  • Aktive Fläche: 152 x 95 mm
  • Multi-Touch: Ja
  • Druckstufen: 2048
  • Auflösung: 2540 lpi
  • Gewicht: 290 g
  • Preis: ca. 80 Euro

 

Dann gibt es noch das Intuos Pro Small, welches wie der Name schon verrät für professionellere Anwender gedacht ist.

Der größte Unterschied zum oben genannten Intuos Photo ist die höhere Auflösung, welche ein noch präziseres Arbeiten erlaubt.

Das ist aber nicht der Einzige Unterschied, es gibt mehr programmierbare Express Keys, welche aber für mich eher unwichtig sind, da eine Hand immer auf der Tastatur liegt und ich viel mit Tastenkombinationen arbeite.

Ein extrem nützlicher Unterschied ist der Touch-Ring mit dem ich zum Beispiel die Pinselgröße oder die Deckkraft in Photoshop verändern kann und noch mehr, da dieser Touch-Ring auch mit diversen Funktionen von mir belegt werden kann, das ganze hat natürlich auch seinen Preis.

Übersicht:

  • Modell: Intuos Pro Small
  • Aktive Fläche: 157 x 98 mm
  • Multi-Touch: Ja
  • Druckstufen: 2048
  • Auflösung: 5080 lpi
  • Gewicht: 660 g
  • Preis: ca. 190 Euro

 

Mittlere Grafiktabletts

Wie schon oben angesprochen gibt es zum Beispiel das Intuos Art in einer Medium-Variante.

Das größere Modell hat eine ca. doppelt so große aktive Fläche wie das Small-Gerät, ansonsten unterscheidet sie sich bis auf das Gewicht natürlich nicht.

Wacom Intuos Art Medium

Übersicht:

  • Modell: Intuos Art Medium
  • Aktive Fläche: 216 x 135 mm
  • Multi-Touch: Ja
  • Druckstufen: 2048
  • Auflösung: 2540 lpi
  • Gewicht: 480 g
  • Preis: ca. 180 Euro

 

Natürlich gibt es für die mittlere Größe auch ein Pro-Modell.

Das Intuos Pro Medium ist wirklich ein sehr gute Grafiktablett, ich besitze das Vorgängermodell und bin absolut zufrieden.

Es bietet alles was du als professioneller Fotograf oder Designer benötigst, die Auflösung ist sehr hoch und die 8192 Druckstufen bieten ein sehr präzises arbeiten.

Wacom Intuos Pro Medium

 

Im Stiftständer sind zusätzliche Minen wie Feder, Filz und Standard Ersatzminen welche leicht ausgewechselt werden können und ein unterschiedliches Gefühl beim zeichnen geben.

Wacom Intuos Pro Stift Minen

Übersicht:

  • Modell: Intuos Art Medium
  • Aktive Fläche: 224 x 148 mm
  • Multi-Touch: Ja
  • Druckstufen: 8192
  • Auflösung: 5080 lpi
  • Kabellos: Ja (Bluetooth)
  • Gewicht: 700 g
  • Preis: ca. 335 Euro

 

Große Grafiktabletts

Bei dieser Größe gibt es keine Einsteiger-Modelle mehr und auch professionelle Anwender haben selten diese Größe.

Die beliebteste Größe ist vermutlich Medium, da Large schon sehr riesig ist und es etwas anstrengend ist mit dem ganzen Arm beim arbeiten herumzufahren.

Wacom Intuos Pro Large

Übersicht:

  • Modell: Intuos Art Medium
  • Aktive Fläche: 311 x 216 mm
  • Multi-Touch: Ja
  • Druckstufen: 8192
  • Auflösung: 5080 lpi
  • Kabellos: Ja (Bluetooth)
  • Gewicht: 1300 g
  • Preis: ca. 465 Euro

Grundeinstellungen

Wenn du ein Grafiktablett besitzt, dann ist es noch wichtig in den Einstellungen das Tablett nach deinen Wünschen anzupassen.

Als erstes kann ich dir als Tipp mitgeben die Empfindlichkeit der Stiftspitze etwas weicher als die Standardeinstellung einzustellen, da du sonst zu stark drücken musst und die Stiftspitze schneller abnutzt.

Dann ist noch wichtig welche Funktion die Tasten auf dem Stift haben.

Wacom Tablett Einstellungen Stift

Als nächstes ist die Kategorie Projektion wichtig.

Wenn du zwei Monitore besitzt solltest du das Tablett einem Monitor fix zuteilen, dann ist auch wichtig das Häckchen bei „Proportionen erzwingen“ anzuklicken damit die Proportionen in der Höhe und der Breite mit deiner Stiftbewegung mit dem Monitor übereinstimmt.

Zum Schluss gibt es noch die Entscheidung ob du auf den Modus Stift oder Maus stellst.

Wenn du auf den Modus Stift stellst, dann ist der Mauszeiger immer da wo sich dein Stift befindet, im Maus-Modus bleibt der Mauszeiger immer dort wo er gerade ist und du musst den Mauszeiger so bewegen wie mit einer Maus, was ich sehr umständlich finde.

Wacom Tablett Einstellungen Projektion

Workflow Tipps

Jetzt kommen noch ein paar praktische Tipps zum Umgang mit einem Grafiktablett.

Du solltest das Grafiktablett parallel zum Monitor auf dem Schreibtisch platzieren, damit die Stiftbewegung mit dem Monitor übereinstimmt. Wenn du das Bild trotzdem drehen willst, dann drehe das Bild nur virtuell, in Photoshop geht das mit der Taste R und mit der Esc-Taste stellst du die Drehung wieder zurück.

Als nächstes ist der Stift dran, den solltest du ganz entspannt in der Hand halten, gerade zu beginn ist es etwas komisch mit einem Stift zu arbeiten, dann neigt man oft dazu etwas zu verkrampfen was nicht unbedingt gesund für deine Hand ist.

Wenn du jetzt noch nicht überzeugt bist, dann gebe ich dir hier noch ein paar Vorteile warum du mit einem Grafiktablett arbeiten solltest.

Im Vergleich zur Maus kannst du mit einem Stift viel präziser und intuitiver arbeiten.

Gerade mit den Druckstufen und der Neigung des Stiftes hast du die Möglichkeit alles aus den Pinselspitzen von Photoshop herauszuholen.

Mario

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Er ist als professioneller Fotograf im Bereich Food, People und Mode tätig.
Auch als Trainer für Photoshop und Lightroom gibt er sein Wissen weiter.

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