Geld verdienen als Fotograf, Tipps und Mythen

Geld verdienen als Fotograf, Kommerzielle Fotografie

Du fotografierst gerne und möchtest dein Hobby zum Beruf machen?

Dann gebe ich dir hier ein paar Tipps auf den Weg, du musst dich natürlich nicht streng daran halten, aber ich hoffe du liest dir diesen Beitrag durch und holst etwas für dich heraus.

Dein Einstieg in die kommerzielle Fotografie

Der Einstieg oder Umstieg vom Hobby in die Kommerzielle Fotografie ist nicht immer leicht, ich möchte dir hier ein paar Gedanken mitgeben, die dir weiterhelfen können.

Du musst alles von Babybauch, Business, Portraits bis Landschaft anbieten

Gerade zu Beginn der Fotografen-Karriere kommt man auf die Idee einfach alles anzubieten, denn so erreicht man ja so viele potentielle Kunden wie möglich, oder?

Da muss ich dich enttäuschen, denn es gibt sehr viele Fotografen die das machen und aus der Sicht des Kunden bekommt der Fotograf den Auftrag, der den günstigsten Preis hat.

Das ist eine Spirale nach unten und du als Fotograf verlierst dabei immer, denn deine Leistung ist direkt mit den vielen anderen vergleichbar.

Mein Vorschlag, gehe so tief in eine Nische wie nur Möglich, denn dort gibt es wesentlich weniger Konkurrenz, wenn überhaupt und deine Leistung ist nicht mehr Vergleichbar, ausserdem wirst du als Spezialist in dieser Nische wahrgenommen und kannst dazu mehr verdienen.

Nur ein kleines Beispiel: du hast eine Verletzung am Knie vom Skifahren, zu welchem Arzt gehst du lieber? Zum Allgemeinarzt oder zu einem Arzt, der sich auf Knie-Sportverletzungen spezialisiert hat.

Das Beispiel ist zwar etwas plump, aber du verstehst worauf ich hinaus will.

Also spezialisiere dich als Fotograf und baue in deiner Nische einen Expertenstatus auf.

Um ernstgenommen zu werden brauchst du ein Fotostudio

Das viel verbreitete Klischee eines Fotografen ist oftmals ein großes und modernes Fotostudio, das mag zwar eine praktische Sache sein und erstrebenswert als Fotograf, aber gerade zu Beginn wirst du dir so etwas nicht leisten können.

Die bessere Lösung ist, du investierst in deine Weiterbildung, in die Ausrüstung wie Objektive und natürlich in deine Vermarktung, letzteres vernachlässigen viel zu viele.

Du solltest dich natürlich umsehen welche Fotostudios es in deiner nähe gibt, bei denen du dich wenn benötigt für ein paar Stunden oder einen Tag einmieten kannst. Das spart laufende Kosten eines eigenen Fotostudios und du hast weniger finanziellen Druck.

Je mehr Social Media Kanäle desto besser, oder doch nicht?

In diesem Thema gehe ich ein wenig auf das Marketing ein.

Es gibt so viele Social Media Plattformen in denen du deine Bilder teilen und herzeigen kannst.

Ich sehe immer wieder Fotografen, die auf jeder Plattform entweder manuell oder automatisiert den selben Inhalt streuen, das ist ein großer Fehler!

Diese Fotografen haben nicht verstanden das jede Plattform anders ist und auch andere Inhalte verlangt.
Instagram ist sehr gut geeignet um schöne Bilder zu zeigen, aber von Instagram die Bilder einfach auf Facebook teilen ist nicht ideal, denn Facebook nennt sich nicht um sonst “Social Media“, es geht um die Interaktion zwischen Menschen. Und ein Bild schnell mal teilen und gut, verfehlt die Grundprinzipien der Plattform und du wirst es schwer haben erfolgreich zu sein.

Aus der Sicht eines Nutzers der deiner Facebookseite folgt macht es keinen Sinn dir auf Instagram oder anderen Plattformen auch noch zu folgen wenn sowieso überall der gleiche Inhalt von dir geteilt wird.

Melde dich nicht in allen Social Media Plattformen an die es so gibt, sondern konzentriere dich auf wenige, aber kümmere dich um diese umso mehr.

Das steigert die Qualität deines öffentlichen Auftrittes und wie du wahrgenommen wirst, also besser keine Facebook-Seite als eine Halbherzige in der nur alle paar Monate etwas passiert.

Marketing ist nur etwas für Profis

Wie schon im Punkt bei Social Media angesprochen ist ein wichtiger und großer Teil der Arbeit eines Fotografen das Marketing.

Es wirkt oft so als ob Fotografen den ganzen Tag nur fotografieren und Bilder retuschieren, dabei ist diese Arbeit ein eher kleiner Teil.

Mehr Energie und Zeit fließt in Marketing, doch was kannst du dir darunter vorstellen?

Marketing ist nicht auf Facebook-Werbekampagne schalten oder Flyer drucken lassen und verteilen beschränkt.

Es fängt schon damit an wie dich deine Kunden persönlich wahrnehmen,tretest du gepflegt auf und welchen Kleidungsstil hast du? Das klingt oberflächlich, ist aber die Realität, auch du ordnest Menschen innerhalb kürzester Zeit in eine Schublade ein.

Das ist nichts schlechtes, im Gegenteil, so sortiert dein Gehirn Dinge auf der Grundlage von Erfahrung schnell ein und du kannst dich besser auf dein gegenüber einstellen.

Das nächste ist die Kommunikation, wie schnell beantwortest du E-Mails oder andere Nachrichten?

Wie viel Mehrwert bietest du mit einem Newsletter oder auf Sozialen Plattformen?

Es gibt noch sehr viel mehr Punkte zum Thema Marketing, aber das werde ich in einem eigenemBeitrag aufnehmen, denn das würde diesen hier sprengen.

Aber um wieder zum Kernthema zu kommen, Marketing ist überlebenswichtig, denn du kannst ein noch so guter Fotograf sein, wenn dich keiner kennt und die Kunden nicht wissen was du machst bekommst du keine Aufträge. Nur gute Fotos zu machen reicht “leider“ nicht.

2 Comments

  1. Janine 14 März, 2017 Reply
    • Mario 14 März, 2017 Reply

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