Erfahrungsbericht nach einem Jahr mit einem NAS von Synology

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Synology NAS DS215j

Es ist jetzt schon knapp über ein Jahr her als ich mir ein NAS-System für meine Fotos und andere Daten gekauft habe.

Welche Erfahrungen habe ich gemacht und kann ich dir als Fotograf ein NAS weiterempfehlen?

Warum ein NAS und was ist das überhaupt?

Die Abkürzung NAS steht für Network Attached Storage und bedeutet so viel wie „Netzgebundener Speicher“, dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um ein Gerät, dass mit einer oder mehreren Festplatten ausgestattet ist und diesen Speicherplatz in deinem Netzwerk oder WLAN für dich oder andere zur verfügung stellt.

Dadurch können mehrere Personen oder wenn du alleine im Netzwerk bist kannst du mit mehreren Computern auf das NAS zugreifen und Daten abspeichern, lesen und damit arbeiten.

Mittlerweile können diese Geräte schon so viel, dass man eigentlich schon von einem Mini-Server sprechen kann.

Es gibt einige große Firmen die solche Systeme herstellen und eine sehr beliebte ist Synology, genau von dieser Firma habe ich das Modell DiskStation DS215j, die aktuelle Version ist die DiskStation DS216j und kostet ca. 160 Euro.

Dieses NAS kann zwei Festplatten aufnehmen, ich verwende zwei Western Digital Red mit 6 TB für ca. 260 Euro je Platte, die „Red“-Modelle von Western Digital sind spezielle NAS-Festplatten und für einen 24 Stunden Dauerbetrieb gut geeignet.

Bei meiner Zusammenstellung komme ich dann auf ca. 680 Euro.

Daten absichern

Mit den zwei Festplatten wären das dann insgesamt 12 TB an Speicher, ich möchte aber eine gewisse Sicherheit haben und lasse die Daten von dem NAS spiegeln, damit habe ich nur mehr 6 TB zur verfügung, aber wenn eine Festplatte ausfallen sollte, dann habe ich alle Daten immer noch auf der anderen.

Dann besorge ich mir eine neue Festplatte und schieb sie in die DiskStation und die Daten werden automatisch wieder auf die neue Festplatte gespiegelt.

Wenn du dir ein NAS zulegen willst, dann empfehle ich eines mit mindestens zwei Festplatten.

Mittlerweile habe ich eine zusätzliche Sicherheit und zwar die Cloud.

Ich bin bei dem Local Guide Programm von Google dabei und habe für zwei Jahre 1 TB kostenlosen Google Drive Speicher bekommen.

Damit kann ich ein Backup von meinen Daten automatisch auf Google Drive machen, natürlich in verschlüsselter Form, nicht nur deshalb weil ich nicht will, dass jemand meine Daten ansehen kann sondern es hat noch einen technischen Grund.

Google will natürlich nicht, dass man den Cloud-Speicher als Backup-Speicher missbraucht, deshalb gibt es ein Limit was die Dateigröße angeht, ich kann also nicht einfach große PSD-Dateien oder Videos hochladen ohne Ende.

Der einfache Trick dabei ist, bei der Verschlüsselung werden die Daten in kleine verschlüsselte Datenpakete zerlegt und sind dann nur mehr wenige Megabyte groß.

Soweit ich weiß ist es bei der Amazon Drive genauso, wenn ich den kostenlosen Speicher von Google nicht hätte, dann würde ich Amazon Drive benutzen, denn da bekommst du für 70 Euro im Jahr unbegrenzten Cloud-Speicher.

Der Workflow

Ich habe das NAS mit mit einem Netzwerkkabel am Router angeschlossen und meinen Arbeitsrechner auch, damit bekomme ich eine schnellere Reaktionszeit und eine höhere Datenübertragung.

Ich könnte auch einen WLAN-USB-Stick in das NAS stecken und hätte dann WLAN am NAS.

Auf der DiskStation läuft als Betriebssystem ein Linux, was noch nie einen Absturz oder sonstige Probleme gemacht hätte, du kannst hier ein Live-Demo vom DSM online testen.

Als Lightroom Benutzer habe ich natürlich die gesamte Lightroom Bibliothek auf die DiskStation ausgelagert, dabei habe ich auf dem NAS einfach einen Ordner erstellt, auf den nur ich zugriff habe, dieser Ordner wird unter macOS als Netzwerk-Volume eingebunden.

Synology NAS DS215j ports

Die Möglichkeiten mit der DiskStation sind sehr groß, ich gebe dir noch ein paar Beispiele welche Apps es dafür gibt und was du alles damit machen kannst:

  • Du kannst verschiedene Benutzergruppen verwalten und so den Zugriff auf Dateien und Ordnern steuern.
  • Automatisierte Backups auf eine angeschlossene USB-Festplatte oder in die Cloud.
  • Kalender oder Kontakte verwalten.
  • Foto-Bibliothek mit der Photo Station.
  • Videos verwalten mit der Video Station.
  • Mit DVBLink kannst du DVB-T-, Kabel- oder Satelliten-Fernsehen automatisch aufnehmen lassen.
  • Eine Notizen App ähnlich wie Evernote.
  • Mit der Office App kannst du Tabellen oder Textdokumente erstellen und bearbeiten und sogar im Team bearbeiten und kommentieren.
  • Ein E-Mail Programm um deine E-Mails zu verwalten.
  • Media-Streaming von Musik oder Filme im Netzwerk.
  • Und vieles mehr…

Fazit

Ich kann jedem ein NAS empfehlen, der mehr als nur seine Daten speichern will.

Der Gesamtpreis den ich dafür bezahlt habe ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber es kommt darauf an wieviel Speicherplatz brauchst du, je weniger du brauchst umso günstiger wird es für dich.

Da die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten eine normale USB oder Netzwerk-Festplatte bei weitem übersteigt, empfehle ich dich zu informieren was die verschiedenen NAS-Systeme so alles können und abschätzen was du brauchst und was nicht.

Hast du selbst ein NAS zuhause?

Dann würden mich deine Erfahrungen damit interessieren, schreibe einfach ein Kommentar.

4 Comments

  1. Stephan 25 Januar, 2017 Reply
    • Mario 27 Januar, 2017 Reply
      • Stephan 31 Januar, 2017 Reply
    • Rudolf Neuhold 6 Februar, 2017 Reply

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