13 Tipps um den Sternenhimmel und Sternschnuppen zu fotografieren

13 Tipps um den Sternenhimmel zu fotografieren.

Zum Anlass der anstehenden SternschnuppenPerseiden“ gebe ich hier die ultimativen Tipps um diese zu fotografieren.

Bei den Perseiden handelt es sich um einen Meteorstrom, der jedes Jahr die Erde kreuzt und wirklich schöne Lichtspiele auf den Sternenhimmel zaubert.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August ist das Maximum zu beobachten dann kann man bis zu 140 Sternschnuppen pro Stunde beobachten.

Was muss ich beachten?

Location

Um den Sternenhimmel zu fotografieren sollte der Himmel so dunkel wie möglich sein, das bedeutet man fährt so weit wie möglich von Städten weg, was in manchen Gebieten gar nicht so leicht ist. Denn Städte, aber auch Industriegebiete verursachen sehr viel Lichtsmog, was für die Astrofotografie überhaupt nicht geht. Gemütlich vom Balkon aus zu fotografieren ist nicht drin.

Der Mond

Genau wie Städte kann der Mond auch zur Störquelle werden, denn dieser ist auch eine weitere große Lichtquelle, die negativ sein kann. Also sollte man darauf achten wann der Mond aufgeht und wann man fotografiert. Weiter unten sind praktische Apps aufgelistet um herauszufinden wann der Mond aufgeht.

Equipment

sternenhimmel-equipment

Kamera

Das wichtigste ist natürlich die Kamera. Dabei ist es egal von welchem Hersteller die Kamera ist, ob DSLR oder Systemkamera. Wichtig ist nur das die Kamera gewisse Einstellungen unterstützt wie die manuell-einstellbare Belichtungszeit.

Stativ

Ein stabiles Stativ ist neben der Kamera der wichtigste Ausrüstungsgegenstand. Das fotografieren aus der Hand ist in der Astrofotografie nicht möglich, denn es werden Belichtungszeiten von mehreren Sekunden oder noch mehr verwendet, und das ist nur mit einem stabilen Stativ möglich, damit keine Verwacklungen entstehen.

Fernauslöser

Um die Verwacklungen der Kamera weiter zu reduzieren ist ein Kabel- oder Funk-Auslöser sehr zu empfehlen. Wer keinen besitzt kann einen kleinen Trick anwenden, indem man auf der Kamera den Zeitauslöser auf z.B. 2 Sekunden stellt, dann berührt man die Kamera während des Fotografierens auch nicht mehr.

Akku

Bei Langzeitbelichtungen wird relativ viel Strom benötigt, denn der Sensor ist dann ständig im Dauerbetrieb. Deshalb sollte man darauf achten, dass der Akku voll aufgeladen ist, am besten man nimmt mehrere Akkus mit.

Objektiv

sternenhimmel-objektiv

Bildstabilisator

Da die Kamera auf einem Stativ befestigt ist, sollte der Bildstabilisator deaktiviert werden, denn dieser muss nicht aber kann zu Störungen führen.

Autofokus

Der Autofokus muss auch deaktiviert werden, denn dieser wird bei dieser Dunkelheit sowieso nicht funktionieren. Der Fokus sollte manuell auf Unendlich gestellt werden. Kleiner Tipp, bei manchen Kameras kann man im Live-View auf zehnfache Vergrößerung schalten, dann sucht man sich einen Stern aus und stellt dann manuell scharf.

Blende

Die Blende sollte so weit wie möglich geöffnet werden, damit so viel Licht wie möglich auf den Sensor trifft. Zur Erinnerung, je kleiner die Blendenzahl desto offener ist die Blende.

Brennweite

Um so viel wie möglich von Himmel zu sehen ist ein Weitwinkelobjektiv sehr zu empfehlen. Wer nur ein 18-55mm Kit-Objektiv hat, der kann auf jeden Fall 18mm verwenden.

Kameraeinstellungen

sternenhimmel-einstellungen

Spiegelvorauslösung (SVA)

Bei der Spiegelvorauslösung wird der Spiegel in der DSLR schon vor dem Foto aufgeklappt um die Vibrationen des aufklappen zu reduzieren. Diese Funktion sollte jede DSLR besitzen, einfach im Handbuch nachschauen. Wer eine Systemkamera hat, dem betrifft dieses Problem nicht, weil Systemkameras keinen Spiegel besitzen.

Belichtungszeit

Bei der Belichtungszeit kann man bei ca. 20 bis 30 Sekunden anfangen und in das Foto hinein zoomen und überprüfen ob die Sterne nicht zu sehr verschwommen sind, denn je länger die Zeit, desto mehr werden die Sterne zu Linien. Kleiner Tipp, je kleiner die Brennweite, desto länger kann man Belichten ohne das die Sterne verschwimmen.

ISO

Bei der ISO-Zahl kann man leider keine Pauschale Aussage treffen, denn es kommen viele Faktoren zusammen, die Lichtstärke des Objektives, das Rauschverhalten der Kamera. Man kann aber eine ISO-Zahl zwischen 400 bis 1600 nehmen, also einfach ausprobieren und ändern wenn es nicht passt.

Praktische Apps für dein Smartphone

sternenhimmel-apps

Es gibt viele Apps die dir dabei helfen wann der Mond aufgeht oder wo sich die Milchstraße oder einzelne Sterne befinden.

Apps für Android

Sky Map
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Sternatlas
Preis: Kostenlos+
Sternatlas ∞
Preis: 4,49 €
SkyView® Free
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LunaSolCal Mobile
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Deluxe Moon
Preis: 4,09 €
Mond-Info
Preis: Kostenlos+

Apps für iOS

Sternatlas
Preis: Kostenlos+
Sternatlas ∞
Preis: 5,49 €
SkyKey
Preis: Kostenlos
Cosmos Story Lite
Preis: Kostenlos
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁
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S&T SkyWeek
Preis: Kostenlos
Distant Suns(max)
Preis: 5,49 €+
Mondphase
Preis: Kostenlos+

Apps für Windows Phone

Sternatlas
Preis: Kostenlos+
Star Chart
Preis: 0,99 €
LunaSolCal
Preis: Unbekannt

Kommentare

  1. Lutz Ungerbuehler 11 August, 2015 Antworten
  2. Manfred Böhm 20 Februar, 2017 Antworten

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