Analoge Fotografie für Anfänger [Gastbeitrag]

Analoge Fotografie Kamera und Objektive

Bild: pixabay.com, Autor: coyot

Die analoge Fotografie ist nicht nur etwas für professionelle Fotografen. Mit einer Analogkamera kannst du auch als Anfänger schöne Bilder mithilfe eines fotografischen Films oder Fotoplatten machen. Besonders junge Menschen haben immer größeres Interesse an der Analogfotografie.

Im Gegensatz zu Digitalkameras, mit denen fast alles automatisch funktioniert, braucht man in der analogen Fotografie das gewisse Know-How, um die analoge Kamera bedienen zu können. Was du als Anfänger bei der analogen Fotografie beachten musst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Was ist der Unterschied zwischen analoger Fotografie und Digitalfotografie?

Der Begriff “Analogfotografie” bekam seinen Namen erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts, um sie von der “Digitalfotogafie” unterscheiden zu können.

Der grundlegende Unterschied besteht in der Film-basierten Technik. Durch Belichtung wird bei einer analogen Kamera ein Lichtbild auf einem lichtempfindlichen Film erstellt. Das Bild ist dann nicht, wie bei einer Digitalkamera, auf der Kamera gespeichert, sondern besteht nur auf dem Film. Erst durch die Entwicklung der Filme, können Papierabzüge hergestellt werden.

Bei der digitalen Fotografie erfolgt die Bilderfassung durch einen Sensor und die Bilder werden durch interne Bildverarbeitung direkt auf einer Speicherkarte in der Digitalkamera gesichert. Dadurch kannst du auch direkt im Anschluss überprüfen, ob die Fotos gut geworden sind oder nicht.

Analoge Kameras können je nach Typ beim Auslösen einen leisen, aber auch einen lauten Ton von sich geben. Digitalkameras sind hingegen in der Regel geräuschlos

Die Filterung kann bei der analogen Fotografie nur vor der Aufnahme erfolgen. Bei der digitalen Fotografie kann auch durch nachträgliche Bildbearbeitung ein Filter auf das Bild gelegt werden. Nachbearbeitungen von Bildern der analogen Kamera sind sehr aufwändig

Von digitalisierten Bildern ist es leichter Duplikate mit derselben Qualität zu erstellen, deshalb werden auch analoge Bilder immer häufiger digitalisiert.

Welche analoge Kamera ist die beste für Einsteiger?

Analoge Fotografie Kamera Schwarzweiß

Bild: pixabay.com, Autor: SeppH

Man unterscheidet zwischen den Bildformaten Kleinbild, Mittelformat und Großbild. Am häufigsten wird der Kleinbildfilm verwendet, obwohl die Mittelformatkamera und Großbildkamera eine besser Abbildungsqualität haben.

Die Kleinbildkamera ist jedoch günstiger und einfacher zu handhaben. Außerdem ist sie besonders für spontane Fotografien geeignet. Mit einem Weitwinkel und dem Zonenfokus kannst du schöne Momentaufnahmen machen. Bei einem Mittelformat müsstest du zunächst alle Parameter genau einstellen.

Generell gilt: das Mittelformat und das Großbild haben zwar eine besser Bildqualität, sind im Gegensatz zum Kleinbild aber auch viel teurer und komplizierter im Gebrauch.

Willst du dir eine Kleinbildkamera zulegen, kaufst du sie dir am besten mit passenden Objektiven. Mit einem 28 mm Weitwinkel, einer 50 mm Normalbrennweite und einer 135 mm Porträt-Tele bist du als Anfänger gut für die analoge Fotografie ausgestattet.

Achte beim Kauf aber auch auf lichtdichte Film- und Objektivhalter. Bei einer analogen Kamera muss das innere absolut dunkel sein und nur in einem bestimmten Moment soll Licht ins innere fallen. Je lichtdichter die Kamera ist, umso besser ist die Abbildungsqualität. Deshalb ist die Qualität des Objektivs und des Wechselsensor besonders wichtig.

Was du vor der Verwendung einer analogen Kamera beachten solltest

Da analoge Kameras sehr komplex sind und hinter ihnen viel Feinmechanik steckt, solltest du vor dem Benutzen der Analogkamera die Bedienungsanleitung studieren. Oft nehmen diese Geräte durch fehlerhafte Anwendungen Schaden.

Leider gibt es nur selten noch die Anleitungen von älteren oder gebrauchten Kameras. Möchtest du dir ein gebrauchtes Gerät zulegen, dann solltest du im Internet nach der Bedienungsanleitung suchen. Für die meisten Kamerageräte gibt es Anleitung zum Download im Web.

Um lange etwas von der Kamera zu haben, solltest du die Analogkamera regelmäßig säubern und die Funktionen überprüfen. Für analoge Kameras gibt es spezielle Pinsel, mit denen du das Innere der Kamera von Staub befreien kannst, damit sich der Staub nicht auf dem Film ablegt.

Wie sollte das Filmmaterial für eine Analogkamera aufbewahrt werden?

Analoge Fotografie Filmrolle

Bild: pixabay.com, Autor: Pexels

Damit das Filmmaterial auch nach Jahrzehnten noch eine gute Qualität hat, solltest du die Filme für deine Analogkamera in einem Kühl- oder Gefrierschrank aufbewahren. Durch die kalte Temperatur werden Filme haltbar gemacht und du kannst sie auch nach dem eigentlich Ablaufdatum ohne Bedenken benutzen.

Bereits in den Anfängen der analogen Fotografie haben professionelle Fotografen ihre großen Mengen an Filmen kühl gelagert, um immer dieselben Bildergebnisse zu haben. Filme, die nicht kalt gelagert werden, haben oft eine leichte Farbverschiebung oder einen Grauschleier.

Vor Benutzung muss das Filmmaterial selbstverständlich wieder abtauen.

Wo kann ich das Filmmaterial der analogen Kamera entwickeln lassen?

Farbfilme kannst du zur Entwicklung einfach in einen Drogeriemarkt bringen, da die Filme immer standardisiert entwickelt werden. Das heißt, egal ob beim Profi oder im Drogeriemarkt, die Negative sehen immer gleich aus. Lediglich in der Weise wie Filme digitalisiert oder auf Papier gebracht werden, gibt es Unterschiede.

Im Drogeriemarkt werden digitale Dateien maschinell erstellt, so dass am Ende nur selten das volle Potenzial zu sehen ist. Um die bestmögliche Qualität deiner Bilder zu erhalten, solltest du deine Negative zur Digitalisierung zu einem Scandienstleister geben. Die Digitalisierungen kannst du dann ganz einfach in einer Online-Druckerei oder Ähnlichem drucken lassen.

Jedoch solltest du Schwarz-Weiß-Filme lieber bei einem spezialisierten Dienstleister entwickeln lassen, da sie je nach Typ auf unterschiedliche Weise entwickelt werden müssen.

Fazit

Hast du Interesse an der analogen Fotografie, bist aber noch neu auf dem Gebiet, solltest du dich also ausreichend informieren, bevor du dir eine analoge Kamera zulegst. Sie bietet einige Vorteile gegenüber der Digitalkamera, aber auch einige Nachteile. Entscheidest du dich für eine analoge Kamera ist es wichtig, sich mit dem nötigen Know-How zu beschäftigen, die Kamera richtig kennenzulernen und sie ordentlich zu pflegen.

Alexander Eser

Alexander Eser

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Alexander ist Unternehmer undMitgründer des Online-Magazines Kaufberater.io. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit digitalen Geschäftsmodellen, ist gerne auf Reisen und passionierter Hobby Fotograf.
Alexander Eser

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